Antriebstechnik

Neues Gehirn für Weingartenpresse

Wie SPÖRK und der Weltmarktführer für Skibindungen, TYROLIA, gemeinsam am modernen Antriebs- und Steuerungsystem einer Weingartenpresse getüftelt haben.

Automatisierung SPÖRK TYROLIA Zusammenarbeit

Die Ausgangssituation: Vor einem knappen Jahr reparierte das Unternehmen TYROLIA - seit 1949 für seine Skibindungen bekannt und weltweit dafür geschätzt - eine Presse der Marke Weingarten. Kurze Zeit darauf funktionierte das Getriebe aber nicht mehr einwandfrei. Kurz gesagt: Getriebe kaputt, keine Garantie, Stillstand der Maschine, Ausfall in der Produktion – schnelle Hilfe wurde benötigt.

Zusammenarbeit

Die Wahl fiel auf SPÖRK, auch weil die gesamte Wertschöpfung des Unternehmens in Österreich bleibt - das hat natürlich vor allem in Krisenzeiten eine große Bedeutung. SPÖRK konnte sein Know-How zu Prozessflüssen, Steuerungs- und Antriebstechnik und Maschinensicherheit ins Projekt miteinbringen, denn gerade Pressen erfordern besonderes Augenmerk auf Maschinensicherheit. Zur sicherheitstechnischen Abnahme entschied man sich daher für eine zusätzliche Zusammenarbeit mit dem TÜV.
Zunächst wurde ein detailliertes Konzept für die komplette Modernisierung von Antrieb und Steuerung der Presse erarbeitet und schon im Zuge der Projektierung für die Abnahme mit dem TÜV abgestimmt. Im nächsten Schritt erfolgte der Umbau der Weingartenpresse. Dabei wurde ein neuer Antrieb mit Drehstrommotor und Drehzahlregelung mittels Frequenzumrichter implementiert. Zudem bekam die Anlage eine völlig neue Steuerung. Im neuen Schaltzentrum rechnet nun eine Siemens S7-1200F mit integrierter Sicherheitssteuerung, die Bedienung erfolgt dabei per Touch-Panel. Auch ein neues Bremssystem auf Basis eines Frequenzumrichters der A1000 Baureihe von Yaskawa wurde integriert. Schließlich folgte die Erneuerung der Sicherheitstechnik in der Anlage, sodass sie in puncto Maschinensicherheit nun am Stand der Technik ist. Abschließend wurde die Maschine vom TÜV überprüft und abgenommen. Ende gut, alles gut.