Engineeringsoftware : Neue Version der Kooperationsplattform Engineering Base

Wichtig dabei: Nicht nur Geräte, auch Attribute lassen sich in EB mit einem Status versehen. Da Geräte oft 150 Attribute und mehr haben, aber längst nicht alle für jeden und jede relevant sind, ermöglicht EB eine Attribut-Zuordnung zu bestimmten Usern oder Rollen. Ob Automatisierer, Prozess- oder Elektro-Ingenieure, ein Arbeitsblatt-Filter zeigt jedem nur die passenden Aspekte samt den offenen Aufgaben im Nu auf. Auch Gruppen oder Abteilungen können sich Rollen zuordnen. Das funktioniert auch andersherum: Braucht ein Verfahrenstechniker einen höheren Pumpendruck, kann er Aufgaben (Tasks) für diejenigen anlegen, die den nächsten logischen Schritt verantworten. Den Grund dafür hinterlässt er in der Änderungshistorie. So bleibt die Information in EBs Datenmodell am Objekt, statt Worddokumente zu mailen und archivieren. In der Aufgabe werden die zu prüfenden Objekte definiert und einer Person oder Gruppe zugeordnet. Beim Öffnen „ihres“ EB sehen die Adressaten, wie viele Aufgaben anstehen. Per Klick darauf geht’s in ein Arbeitsblatt mit den Aufgaben und von da aus direkt an die zu bearbeitenden Objekte.

Mit kundenspezifischen Assistenten lassen sich Tasks auch automatisch anlegen, um etwa bestimmte Daten unter definierten Bedingungen automatisiert zu prüfen. Zum Beispiel lässt sich das komplexe Zusammenspiel aus Prüfung, Überarbeitung und Freigabe automatisiert steuern. Das spart nicht nur Zeit, sondern erhöht zugleich die Qualität von Daten und Dokumentation.

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Per Klick reduziert ein Filter die Attributliste auf die relevanten Aspekte für wählbare Rollen. - © Aucotec

Projektüberblick spart Revisionsläufe

Zudem können Projektleitung und andere Verantwortliche Auswertungen der Status fahren und sich einen Überblick über Arbeitsfortschritte per Dashboard verschaffen, ohne sich im Detail mit EB auskennen zu müssen. So lässt sich etwa per Klick anzeigen, wie viele Attribute der Geräte auf einem P&ID fertig geprüft sind, ob das Dokument also reif für eine Revision ist. So spart EB unnötige wiederholte Revisionsläufe.

Auch Betreiber laufender Anlagen profitieren. Maintenance-Tasks etwa sichern ab, dass keine Wartung übersehen wird und Umbau-Tasks sorgen dafür, dass physische Änderungen durch das Technik-Team zeitnah in die Dokumentation eingehen. Nur so repräsentiert der Digitale Zwilling stets den aktuellen As-built-Stand und behält seinen enormen Wert, auch für Umbauten. So bringt EBs Mehr an Kontrolle automatisch mehr Qualität für jede Lebensphase der Anlage und damit auch mehr Sicherheit.

Der Anteil der verschiedenen Attributkategorien für jeden gewünschten Anlagenbereich auf einen Blick.

Von Natur aus aktuell

EBs zentrales Datenmodell als Single Source of Truth gewährleistet schon „von Natur aus“, dass alle am Engineeringprozess beteiligten Disziplinen immer am aktuellen Planungsstand arbeiten, da jedes Objekt nur einmal existiert und aus allen fachspezifischen Sichten direkt bearbeitet wird. Alle sehen, was die „Nachbarn“ bereits geschaffen haben. Da sich Änderungen aber häufig auch im Nachhinein ergeben, hat Aucotecs Entwicklungsteam schon vor einiger Zeit die Status eingeführt sowie die Möglichkeit, sich per Daten-Tracking sofort anzeigen zu lassen, wenn Objekte des eigenen Zuständigkeitsbereichs geändert wurden. Allein das reicht schon aus, um Änderungen nicht mehr zu übersehen. Die neue Taskvergabe und Rollenorientierung machen das Änderungsmanagement nun noch effizienter.