Interview : Von der HTL Leonding nach Indien

KEBA

Armin Mühleder ist Director bei KEBA India Private Ltd. und im Vertrieb tätig. Seit 2006 ist er KEBAner und hat in dieser Zeit schon verschiedene Rollen angenommen. Im Interview gibt er Einblicke in seinen Job und einen der vielen Entwicklungswege bei KEBA:

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Was ist Ihre Aufgabe bei Keba?

Armin Mühleder: Ich bin im Vertrieb angesiedelt und kümmere mich um neue Märkte in neuen Ländern – etwa Indien. Dort sind wir seit 2018 mit einer lokalen Niederlassung vertreten. Meine Aufgabe ist es, den Markt für Keba dort weiterzuentwickeln, die richtigen Personen vor Ort zu finden und die Infrastruktur aufzubauen. Momentan besteht das Team in Pune, das liegt östlich von Mumbai, aus zehn Personen, die im Vertrieb und als Techniker arbeiten. Von dort aus betreuen wir beispielsweise auch österreichische Kunden, die ebenfalls in der Region tätig sind.

Welche Stationen haben zu diesem aktuellen Job geführt?

Mühleder: Bei Keba haben wir vielfältige Rollenformen, damit ist vieles möglich. Ich hatte immer erfahrene Mentoren, die meine Weiterentwicklung gefördert haben. Mein Grundstein war die HTL Leonding für Nachrichtentechnik. Im August 2006 startete ich bei Keba als Qualitätsmanager. Zu meinen Aufgaben zählten die Reklamationsabwicklung bis hin zu Qualitätszirkel und Audits mit Lieferanten. Um meinen Horizont zu erweitern und meine Fähigkeiten auszubauen, wechselte ich nach drei Jahren in den Einkauf.

Wie wurden Sie von Keba bei Ihrer Entwicklung unterstützt?

Mühleder: Ich habe beginnend mit 2009 auch ein berufsbegleitendes Wirtschaftsstudium absolviert. Seit 2016 bin ich im Vertrieb. Durch meinen Kontakt zu anderen Unternehmen habe ich schon einiges an Organisationsformen und Kulturen gesehen. Das macht meinen Job für mich auch enorm spannend und abwechslungsreich. Generell hat man bei Keba sehr viele Möglichkeiten, Neuland zu betreten und Dinge voranzutreiben – bei mir ist das ganz konkret Indien.

Beim Arbeiten lernt man ein Land und seine Kultur ganz anders kennen, als wenn man nur als Tourist dorthin reist. Armin Mühleder baut in Indien ein Team auf, das regionale, aber auch österreichische Kunden betreut, die dort tätig sind.

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Was bedeutet es für Sie, international zu arbeiten?

Mühleder: Aktuell reise ich rund 30 Prozent meiner Arbeitszeit, vor der Pandemie war es sogar noch etwas mehr. Obwohl man auf Dienstreisen oft wenig Schlaf bekommt und es gerne mal stressig zugeht, lernt man ein Land im beruflichen Alltag ganz anders kennen, als wenn man als Tourist dorthin reist. Geschäft und Privates vermischt sich viel mehr und vieles ist auf Beziehungen aufgebaut. Übrigens sind in Indien schon viele Frauen in der Technik vertreten, etwa in Softwareabteilungen oder als Projektleiterinnen – das stimmt mich sehr positiv!

Welche Eigenschaften sind wichtig für diesen Beruf?

Mühleder: Durch meine Entwicklung vom Einkäufer in den Vertrieb hat sich mein Blickwinkel verändert und ich habe gelernt, noch mehr das große Ganze zu sehen. Dadurch bin ich reflektierter geworden – diese Zeit der persönlichen Entwicklung sollte man sich nehmen und nicht zu ungeduldig sein, vor allem in jungen Jahren. Außerdem kann ich nur empfehlen, immer zu versuchen, andere Meinungen zuzulassen und sein Gegenüber zu verstehen – egal ob Kund:innen oder Kolleg:innen.

Warum arbeiten Sie gerne bei Keba?

Mühleder: In unserer Unternehmenskultur kann jede:r seine/ihre Position finden und über das rollenbasierte Arbeiten seine Fähigkeiten ideal einbringen. Es braucht nicht immer übergeordnete Instanzen, vieles basiert auf Eigenverantwortung. Bei Keba lässt man zu, dass sich Menschen entwickeln. Man kann relativ bald Verantwortung übernehmen und bekommt viele Freiheiten übertragen. Der Gestaltungsraum ist groß und die Dienstwege kurz – Entscheidungen werden schnell getroffen. Die „Keba-DNA“ – die agile, selbstorganisierte Arbeitsweise in Kreisen – bildet genau das ab und das wird auch gelebt.