Fachmesse

Ich bin dafür, den Oktobertermin für die Smart Automation beizubehalten

Dietmar Buxbaum über seine Zweifel an der Verschiebung der Automatisierungs-Fachmesse in den Herbst, die Wiener Smart die nie richtig zu existieren begonnen hat, und die Vorteile des Standorts Wels.

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Fachmesse Smart Automation Buxbaum Automation Coronavirus Interview

Am Messegelände Wels soll 2021 eine neue Intertool mit integrierten Themen der Smart Automation stattfinden. 

Die Smart Automation findet nun im Oktober anstatt im Mai dieses Jahres statt. Was halten Sie von der Verschiebung der Smart in den Herbst?

Dietmar Buxbaum: Grundsätzlich war die Verschiebung vom Herbst ins Frühjahr ohnehin eine falsche Entscheidung. Vor allem da ja im Mai immer unheimlich viele Feiertage sind und eine Messeorganisation in diesem Zeitraum schwierig ist. Das sieht man auch an den Besuchern, die in diesem Zeitraum oftmals im Urlaub sind. Ich wäre daher sofort dafür, den Oktobertermin beizubehalten. Ob die Smart 2021 zu diesem Termin unter den gegebenen Umständen allerdings stattfinden wird können, ist natürlich fraglich. Man wird sehen, wie sich die Situation entwickelt. 

Die Verschiebung als Reaktion auf die aktuelle Corona-Situation, ist das für sie angesichts des unsicheren Ausblicks auf die Veranstaltungsmöglichkeiten im Herbst richtig gewesen?

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Buxbaum: Rein aus Planungssicherheit für die Unternehmen hätte ich wahrscheinlich heuer gar keine Messe veranstaltet. Es ist einfach, bis kurz vorm Termin, kaum absehbar, ob es stattfinden kann oder nicht. Das ist einfach zu unsicher.

Im kommenden Frühjahr sollte die Smart Automation eigentlich wieder wie gewohnt in Wien stattfinden. Stattdessen wird nun die nach Wels übersiedelte Intertool einige Ausstellungsbereiche der Smart inkludieren. Wie stehen Sie zu der Quasi-Zusammenlegung der beiden Fachmessen?

Buxbaum: Die Smart in Wien hat ja, wenn man sich ehrlich ist, nie wirklich zu existieren begonnen. Was soll man da also Zusammenlegen? Abgesehen davon sollten einige Bereich durchaus bei der Intertool Platz haben, wie zum Beispiel die Robotik. Dafür scheint mir Wels ein guter Standort zu sein. 

Die Pandemie hat aber nicht nur die Messelandschaft durcheinander gebracht, sondern auch die wirtschaftliche Lage verändert. Wie hat sich Ihr Geschäft in den letzten 12 Monaten entwickelt? Was erwarten Sie für das laufende Jahr?

Buxbaum: Das Geschäft hat sich grundsätzlich nicht schlecht entwickelt. Es hat zwar nicht die Dynamik der letzten Jahre, aber wir sind zufrieden. Wir erwarten eine ähnliche Entwicklung auch für 2021.

Messen dienen auch der Präsentation von neuen Produkten. Welche Neuheiten kommen heuer aus Ihrem Unternehmen – und wie haben Sie vor diese dem Markt zu präsentieren?

Buxbaum: Wir bringen einerseits Produkte für aktuelle Themen in der Industrial IoT wie zum Beispiel unseren neueste Entwicklung, Docker Container für Siemens S7 und Sinumerik 840D. Breiten Platz bekommt bei uns auch die Feldbuskopplung mit unseren PROFINET Kopplern und Gateways. Weiters haben wir vor kurzem die Vertretung der Firma Deutschmann Automation übernommen, mit der wir nun auch das breite Feld von seriellen Schnittstellen sehr gut abdecken können.