Aktionsplan Robotik : VDMA fordert Robotik-Offensive
Der VDMA beobachtet, dass asiatische Wettbewerber und die USA zunehmend in Spitzentechnologien investierten, wodurch Europa Gefahr laufe, den Anschluss zu verlieren. So sei etwa China in der Lage gewesen, seine Roboterdichte innerhalb weniger Jahre drastisch zu erhöhen – ein Umstand, der den europäischen Durchschnitt von 219 Robotern pro 10.000 Beschäftigten bei Weitem übertreffe. Diese Entwicklung zeige, wie dringend es erforderlich sei, den technologischen Aufholprozess in der Robotik zu beschleunigen, um den internationalen Herausforderungen gewachsen zu sein.
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Der VDMA argumentiert, dass die fortschreitende Automatisierung längst nicht mehr als reine technische Spielerei gelte, sondern als entscheidender Motor für wirtschaftliches Wachstum und Innovation. Roboter und automatisierte Systeme könnten dazu beitragen, die Produktivität zu steigern und Unternehmen effizienter arbeiten zu lassen. Zugleich würden sie neue Geschäftsfelder eröffnen, die den Strukturwandel nachhaltig prägen sollten. Es erscheine daher als unerlässlich, dass Europa seine Innovationskraft bündele, um nicht den Anschluss an internationale Entwicklungen zu verlieren.

Politische Weichenstellung für den Wandel
Der Aktionsplan der VDMA fordert die politischen Entscheidungsträger auf, klare und europaweite Technologie-Fahrpläne zu entwickeln. Diese müssten nicht nur die Grundlagenforschung fördern, sondern vor allem den Übergang von innovativen Ideen in die Serienfertigung ermöglichen. Zudem sei es notwendig, ein förderliches Umfeld für Risikokapital zu schaffen, damit junge Unternehmen den erforderlichen Schub erhielten. Nur auf diese Weise könne der technologische Vorsprung anderer Nationen aufgeholt und Europas wirtschaftliche Stärke langfristig gesichert werden.
Die Botschaft des VDMA Robotik + Automation: Angesichts des sich zuspitzenden internationalen Wettbewerbs müsse Europa jetzt handeln, um seine Innovationskraft und industrielle Basis zu erhalten. Die politischen Entscheidungsträger seien daher dazu aufgerufen, die Weichen für die Zukunft so zu stellen, dass Europa auch künftig als starker und wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort gelte. Es bleibe zu hoffen, dass die Dringlichkeit der Lage in den politischen Debatten Berücksichtigung fände und entsprechende Maßnahmen ergriffen würden.