ABB Spatenstich Roboter 2017ABB baut Standort Wr. Neudorf weiter aus

In Wiener Neudorf werden zukünftig rund 300 Mitarbeiter der ABB AG in Österreich in zwei Bürogebäuden und einer Assembling-Halle für Roboter ansässig sein. In Österreich beschäftigt der ABB Konzern damit nun rund 370 Mitarbeiter bei der lokalen ABB-Niederlassung und seit der Akquisition weitere 2.000 bei B&R. Der Forschungs- und Entwicklungsstandort von B&R in Salzburg wird gerade um 30 Arbeitsplätze erweitert und auch ABB hat in Österreich aktuell einige technische Positionen vakant.

ABB SpatenstichDie ABB AG in Österreich bezieht Ende 2018 ihren neuen Firmensitz in Wiener Neudorf. Nachdem bereits Anfang 2017 ein neu errichtetes Bürogebäude und eine Assembling-Halle für Roboter am Firmenstandort in Wiener Neudorf bezogen und dort die Mitarbeiter der Division »Robotik & Antriebe« unter einem Dach zusammengeführt wurden, findet nun in einer zweiten Bauphase die Zusammenlegung der gesamten Firmenzentrale statt. Der Spatenstich dafür erfolgte am 24.11.2017 unter anderem im Beisein des Vorstandsvorsitzenden der ABB AG in Österreich, Ing. Franz Chalupecky, der Wirtschafts- und Technologielandesrätin Dr. Petra Bohuslav, des Bürgermeisters von Wiener Neudorf, Herbert Janschka, sowie des Sprechers der Geschäftsleitung der niederösterreichischen Wirtschaftsagentur ecoplus, Mag. Helmut Miernicki. Für ein Technologieunternehmen wie ABB gebührend innovativ war auch der Spatenstich selbst, der von dem ABB Roboter IRB 4600 ausgeführt wurde.

Konsequente Fortsetzung von Investitionen

Damit werden die Investitionen in den Standort Österreich konsequent fortgesetzt. Anfang Juli hat ABB den erfolgreichen Abschluss der Übernahme von B&R, dem größten unabhängigen Anbieter mit Fokus auf produkt- und softwarebasierten offenen Lösungen für die Maschinen- und Fabrikautomation weltweit, mit Sitz in Eggelsberg in Oberösterreich und global über 3.000 Mitarbeitern, bekannt gegeben. Durch die Übernahme von B&R wurde ABB zum einzigen Unternehmen, das seinen Kunden in den Fertigungs- und Prozessindustrien das gesamte Spektrum an Technologie- und Softwarelösungen rund um Mess- und Steuerungssysteme, Antriebe, Robotik, Digitalisierung sowie Elektrifizierung anbieten kann. ABB investiert auch bei B&R in Österreich weiter in den Ausbau der Geschäftsaktivitäten, unter anderem in Forschung und Entwicklung, um das bewährte Geschäftsmodell fortzusetzen. Dieser Anspruch spiegelt sich ebenso im mittelfristigen Umsatzziel von mehr als einer Milliarde US-Dollar für B&R global wider.

Das erfahrene Experten-Team von B&R ist integraler Bestandteil der Division Industrieautomation von ABB. Der Integrationsprozess wird von einem engagierten Team in Österreich geleitet, das sich aus Teammitgliedern beider Seiten zusammensetzt. B&R und ABB in Österreich werden als zwei eigenständige Einheiten geführt, in guter Zusammenarbeit am Markt agieren und Synergien und Geschäftspotentiale nutzen. „ABB wird durch die Akquisition von B&R die industrielle Digitalisierung in Österreich weiter aktiv mitgestalten und der Politik als ein wegweisendes Unternehmen auf diesem Gebiet die Hand reichen, um die Zukunft der industriellen Digitalisierung zu forcieren und Österreichs Industrie, Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit dadurch voranzutreiben”, hält Franz Chalupecky, Vorstandsvorsitzender der ABB AG in Österreich, fest.

Arbeitsplätze für rund 200 Mitarbeiter

In einem knapp 4.000 m2 großen Bürogebäude finden in Zukunft rund 200 Mitarbeiter der drei ABB-Divisionen »Stromnetze«, »Industrieautomation« sowie »Elektrifizierungsprodukte« moderne Arbeitsplätze vor. Die ca. 100 Mitarbeiter der vierten Divsion »Robotik & Antriebe« hatten ihre Gebäude bereits Anfang 2017 bezogen. Das neue vierstöckige Gebäude ist in modernem Design konzipiert und auf dem neuesten Stand der Technik. Darüber hinaus ist auch eine hauseigene Kantine in den Neubau integriert.

Generalplaner für das neue Gebäude ist abermals ATP, das bereits für die beiden zuvor errichteten Bauten verantwortlich war und das architektonische Design der ersten Bauphase konsequent fortführt. Dieses geht mit seinem flexiblen, zeitgenössischen Bürokonzept optimal auf die Bedürfnisse von ABB ein und bietet den Mitarbeitenden einen hohen Standard an Funktionalität.

Nachhaltigkeit im Fokus

Höchstes Augenmerk wird dabei auf die ansprechende Gestaltung der großzügigen Außenanlagen und im Inneren auf die Wohlfühlfaktoren am Arbeitsplatz gelegt. Identifikationsstiftend wirkt dabei nicht nur das Design, sondern auch der konsequente Einsatz von ABB-Produkten bei der Gebäudeautomatisierung.

Ein wesentlicher Bestandteil des Neubaus ist die intelligente Haussteuerung von ABB bzw. Busch-Jaeger. So ermöglicht das System ABB i-bus KNX eine effiziente Energienutzung, indem Raum- und Gebäudefunktionen wie Beleuchtung, Sonnenschutz, Heizung, Kühlung, Lüftung und Klimatechnik intelligent und vernetzt gesteuert werden. Nicht nur bei der Gebäudeautomation wird Wert auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit gelegt. Als Pionier bei Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge hat ABB außerdem beschlossen, den Firmensitz auch diesbezüglich mit eigenen Produkten auszustatten. Vorgesehen werden eine ABB-Schnellladestation Terra 53 CJG, die mit allen gängigen E-Autos kompatibel ist und deren typische Ladezeit nur 15 bis 30 Minuten beträgt, sowie außerdem einige Ladestationen für E- Bikes.

Franz ChalupezkyIng. Franz Chalupecky, Vorstandsvorsitzender der ABB AG in Österreich: „ABB blickt in Österreich bereits auf eine mehr als 100-jährige Erfolgsgeschichte zurück und so freue ich mich sehr, dass wir diese ab Ende des kommenden Jahres in unserer neuen Österreich-Zentrale in Wiener Neudorf fortschreiben werden. Unsere neue Firmenzentrale von ABB in Österreich, bei der natürlich wo immer möglich auch ABB Produkte, in erster Linie im Bereich von Niederspannungsprodukten und Gebäudeautomationssystemen, zum Einsatz kommen, wird auf Eigengrund, der bereits seit Jahrzehnten im Besitz von ABB ist, errichtet, exakt auf unsere Anforderungen hin maßgeschneidert sein und nach Fertigstellung dieses Gebäudes in Summe rund 300 Mitarbeitern einen modernen attraktiven Arbeitsplatz bieten."

Dr. Petra Bohuslav, Wirtschaftslandesrätin: „Wenn ein international erfolgreiches Traditionsunternehmen wie ABB sich bei einer anstehenden Standortveränderung entschließt, seine Standorte in der Ostregion in Niederösterreich zu konzentrieren und hier zu investieren, dann freut mich das als niederösterreichische Wirtschaftslandesrätin natürlich ganz besonders. Denn einerseits spricht das für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich – hier im Konkreten Wiener Neudorf – und gleichzeitig bestätigt mir die Entscheidung von ABB Österreich aber auch, dass wir mit unseren Angeboten an die Unternehmen auf dem richtigen Weg sind. Ich wünsche ABB Österreich für die nächste Ausbaustufe alles Gute und eine erfolgreiche, unfallfreie Bauphase!“

Mag. Helmut Miernicki, ecoplus Geschäftsführer: „Als Geschäftsführer von ecoplus freut es mich sehr, dass wir ABB bei der Weiterentwicklung dieses Standortes bei Behördenverfahren und bei der Verwertung nicht benötigter Flächen begleiten und unterstützen durften und damit auch zum wirtschaftlichen Wachstum der Region beitragen können. Wir von ecoplus stehen für weitere Vorhaben Gewehr bei Fuß und werden ABB auch bei kommenden Vorhaben gerne begleiten!“

www.abb.at