steinkrauß4S – Sascha Steinkrauß Safety Services

Seit 2016 bietet Sascha Steinkrauß produktunabhängige Dienstleistungen rund um die Themen Maschinensicherheit und Arbeitssicherheit. Wir trafen den gebürtigen Berliner um mehr über sein Unternehmen 4S zu erfahren und das angebotene Portfolio näher vorzustellen.

Herr Steinkrauß, wie sieht Ihr Werdegang bis zum eigenen Unternehmen aus?

Sascha Steinkrauß, Geschäftsführer 4S: Nach einer mechanischen Ausbildung absolvierte ich das Studium »Mechatronik – Robotik« am Technikum Wien. Von daher bringe ich bereits gute mechanische Kenntnisse mit. Das Abschlussthema meines Studiums behandelte die neue Maschinenrichtlinie was mich auch in den letzten sechs Jahren in der Industrie begleitete. Dabei konnte ich sehr viel Erfahrung auf diesem Gebiet sammeln und war auch international sehr viel unterwegs. Es gibt da also schon einen großen Erfahrungsschatz was das Thema Maschinensicherheit angeht. Da mich das Thema wirklich interessiert, habe ich mich dazu entschlossen, ein eigenes Unternehmen zu gründen und meine Erfahrungen in Form von Dienstleistungen anzubieten.

Dieses Unternehmen nennt sich 4S. Welche Services bieten Sie damit an?

Steinkrauß: Ich bin Sicherheitsfachkraft und mache schwerpunktmäßig Beratungen in Richtung Maschinensicherheit aber auch Arbeitssicherheit.
Ich biete auch Evaluierung an aber der Fokus liegt klar auf der Maschinensicherheit. Im Detail bedeutet das Risikobeurteilung, Sicherheitskonzept, Beratung in Richtung CE-Kennzeichnung bis hin zur Dokumentation.
Die Sicherheitsfachkraft ist übergreifend für mehrere Themen im Betrieb verantwortlich. Von Arbeitsstättensicherheit oder Gebäudeausrüstung bis hin zur Maschinensicherheit. Diese Themen sind aber so vielfältig, dass man nicht alle abdecken kann. Ich habe mich auf die Themen Arbeitsmittel und Maschinensicherheit, und zwar nicht nur für Bestandsmaschinen sondern auch für Maschinenhersteller, fokussiert.
Zu guter Letzt sehe ich mir die Umsetzung des Kunden an und ich validiere diese Sachen dann. Damit es auch so umgesetzt wird, wie es gemeint war.
Meine Beratung ist komplett produktneutral. Kontakte zu Herstellern gibt es aber genug, die ich den Kunden auch gerne weitergebe.

Was sind die Hintergründe zur Selbstständigkeit?

Steinkrauß: Ich habe mich selbständig gemacht, weil ich einerseits eine neue Herausforderung gesucht habe, die ich jetzt neben der technisch-fachlichen Ausrichtung auch in betriebswirtschaftlichen Kenntnissen gefunden habe. Darüber hinaus alles rund um 4S selbstverantwortlich zu bewerkstelligen – mit allen Vor- und Nachteilen.
Es ist natürlich ein zeitlicher Aufwand, der dafür notwendig ist, aber es macht jeden Tag auf´s neue Spaß.
Und andererseits bin ich so viel flexibler, ich muss mich nicht zurück nehmen und ich muss auch nicht auf vorgegebene Kennzahlen achten,die mal mehr, mal weniger sinnvoll sind. Meine einzige Kennzahl ist Kundenzufriedenheit – bei gleichzeitig sicheren Maschinen. Die versuche ich natürlich bei jedem Projekt mit Qualität in der Ausarbeitung und im Gespräch mit den Kunden zu verbessern.

Welche Kunden sprechen Sie mit 4S nun an?

Steinkrauß: Mit meinen Services spreche ich eine relativ breite Zielgruppe an. Das reicht vom Maschinenbetreiber – wo Umbauten immer wieder Thema sind und eine Gefahrenanalyse nach Arbeitnehmerschutzgesetz erforderlich ist. Umbauten können aber unter Umständen auch dazu führen, dass eine neue Maschine entsteht, bei der dann auch eine neue CE-Konformitätsbewertung durchgeführt werden muss.

Als zweiter großer Kundenkreis ist das ganz klar der Maschinenhersteller. Vom Kleinmaschinenhersteller über den Sondermaschinenbau bis hin zu Serienmaschinenproduzenten. Da reichen die Anforderungen von der Risikobeurteilung und der Betriebsanleitung gemäß Maschinenrichtlinie 2006/42/EG bis hin zur Validierung der fertigen Maschine.

Meine Kunden kommen nicht zwangsweise aus Österreich, derzeit gibt es auch bereits einige Kunden in Deutschland.

Womit hebt sich 4S von anderen Anbietern ab?

Steinkrauß: Ich sehe mir ganz genau an, was der Kunde tatsächlich braucht. Ist das wirklich eine Risikobeurteilung oder will er eigentlich nur eine Lösung für sein sicherheitstechnisches Problem haben. Wenn es erforderlich ist, arbeite ich auch mit den Vorlagen des Kunden und muss nicht unbedingt meine Dokumente einsetzen. Da gehe ich gerne auf die Kunden zu. Für 4S steht in mehrerlei Hinsicht ganz klar die Flexibilität im Vordergrund.
Was mir besonders wichtig ist, dass ich gemeinsam mit den Kunden einen praktikablen Weg gehe. Wir erarbeiten also eine Lösung, womit letztendlich auch gearbeitet werden kann um Manipulation von Schutzeinrichtungen vorzubeugen.

Welches Potenzial sehen Sie in Österreich in sicherheitstechnischer Hinsicht?

Steinkrauß: Ich denke, dass das Potenzial in Österreich sehr groß ist, da erfahrungsgemäß auch enormes Optimierungspotenzial vorhanden ist.
Als Sicherheitsfachkraft muss man jährlich evaluieren – von daher sollte jeder Maschinenbetreiber seine Arbeitsmittel überprüfen, ob es Optimierungsmöglichkeiten gibt. Besser immer ein wenig optimieren, als die komplette Maschine von 0 weg komplett neu zu überarbeiten. Bei der Optimierung hat der Gesetzgeber gar nichts dagegen und deshalb finde ich den Ansatz der Evaluierung insofern gut, dass man diverse Punkte aufzeigt. Mit jeder Maßnahme hat man danach die Maschine sicherer gemacht.

Abschließende Frage: Ist denn das Sicherheitsbewusstsein in den Unternehmen überhaupt vorhanden?

Steinkrauß: Zum Teil ja. Es ist stark firmenabhängig aber auch personenabhängig. Einerseits weiß man in den Unternehmen, dass etwas getan werden muss, andererseits will man es aber auch gar nicht so genau wissen ...

Herr Steinkrauß, vielen Dank für das Gespräch!

www.4S.at