Smart Engineering and Production 4.0

Wie die Industrialisierung des Schaltschrankbaus gelingt

Die Kooperationspartner Eplan, Rittal und Phoenix Contact stellen auf der SPS Connect Neuigkeiten aus ihrer gemeinsamen Technologie-Initative vor.

Vor fünf Jahren gründeten Eplan, Rittal und Phoenix Contact eine Technologie-Kooperation für den Steuerungs- und Schaltanlagenbau mit dem Ziel einer durchgängigen Digitalisierung von Engineering und Produktionsprozessen. Das Ziel von Smart Engineering and Production – Effizienz im Schaltschrankbau war es, die Industrialisierung und Digitalisierung des Schaltschrankbaus voranzutreiben. Konfiguratoren, Engineering-Plattformen, Automatisierungslösungen für die Fertigung und digitale Assistenzssysteme sollten vernetzt zusammenarbeiten und Daten vom Engineering über die Fertigung bis zu Betrieb und Service genutzt werden können. Fünf Jahre später zeigt sich, dass das Zusammenspiel der Systeme funktioniert. Das Erfolgsrezept ist das Prinzip der "Single Source of Truth": Artikeldaten sind standardisiert und durchgängig zur Verwendung im Engineering, in der Materialwirtschft und in den Fertigungsprozessen des Schaltschrankbaus beschrieben und leisten ganzheitlich ihren Beitrag zu einem vollständig digitalisierten Prozess.

Ausprägung von Daten mitgestaltet

Aktiv haben sich Eplan, Rittal und Phoenix Contact für die Weiterentwicklung von Standards eingesetzt, wie beispielsweise ECLASS für die digitale Beschreibung von Artikeln und Artikeldaten. Inzwischen hat sich ECLASS etabliert und leistet auch in Kombination mit AutomationML einen wichtigen Beitrag zur systemübergreifenden Bereitstellung von Daten in Engineering, Konfiguration und Fertigung. Davon profitiert nach Ansicht von Sebastian Seitz, CEO von Eplan, der gesamte Steuerungs- und Schaltanlagenbau: "Die Automatisierung und Digitalierung des Steuerungs- und Schaltanlagenbaus ist heute umsetzbar. Grundvoraussetzung dafür waren standardisierte, qualifizierte Artikeldaten und Schnittstellen-Standards, die wir erfolgreich entwickelt haben."

Schaltschrankbau wird industrialisiert

Engineering-Daten aus einer ganzheitlichen, virtuellen Produktbeschreibung fließen über standardisierte Datenaustauschformate wie AutomationML in den Herstellungsprozess. "In Konsequenz lassen sich konventionelle Automationstechnologien wie Bohr- und Fräscenter sowie Drahtkonfektionierautomaten in die digital gestützten Fertigungsprozesse des Steuerungs- und Schaltanlagenbaus integrieren", erklärt Dr. Thomas Steffen, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung bei Rittal. 

White Paper zum Thema

Roland Bent, Geschäftsführer von Phoenix Contact, bringt das gemeinsame Engagement abschließend auf den Punkt: "Wir haben aus unseren Ideen konkret einsetzbare Produkte gemacht, die eine hochautomatisierte Fertigung, auch in Losgröße 1, unterstützen. Dabei schauen wir auf den gesamten Prozess und haben das große Ganze immer im Blick: Eine digitalisierte Produktentwicklung im Steuerungs- und Schaltanlagenbau, die den Weg zur Industrialisierung der Branche ebnet."

Vortrag im Rahmen der SPS Connect

Zur kommenden virtuellen SPS Connect präsentieren die Unternehmen einen Vortrag zum Thema "Die Zukunft des Schaltschrankbaus – Wie verändert die Digitalisierung die Engineering- und Fertigungsprozesse". Interessierte können sich für die Präsentation am 24. November um 14:00 Uhr über die Website der SPS Connect kostenlos anmelden.