igus

Von der Garage zum Weltmarktführer

Das igus-Gründerpaar feiert 90. Geburtstag. Aus dem Hinterhof-Unternehmen ist ein global tätiger Konzern geworden. Die Garage wurde zum Jubiläum nachgebaut.

Automatisierung Jubiläum Igus

Margret und Günter Blase zum 90. Geburtstag vor dem Nachbau der Gründergarage vor dem heutigen Fabrikcampus an der Unternehmenszentrale.

1964 gründeten Margret und Günter Blase in ihrer Hinterhofgarage in Köln-Mülheim die Firma igus. Günter Blase hatte das Potenzial von Kunststoff erkannt und wie durch den Spritzguss eine Rationalisierung in der Industrie möglich ist. So entschied er nach acht Jahren Festanstellung in einem Unternehmen der Kunststoff-Branche sich selbständig zu machen.
Seine Frau Margret, die im April diesen Jahres ebenfalls ihren 90. Geburtstag feierte, unterstützte diese Idee. Als selbstständige Steuerbevollmächtigte übernahm sie zusätzlich die Buchhaltung und Finanzen der neuen Firma, während sich Günter Blase auf die Produktion fokussierte. Sechs Jahre lang produzierte igus aus dieser Garage heraus als Auftragsfertiger für wenige Industriekunden.

Von der Garage zum Fabrikcampus

56 Jahre später steht anlässlich der 90. Geburtstage des Gründerpaars ein Nachbau genau dieser Garage vor dem 90.000 Quadratmeter großen vom Architekten Sir Nicholas Grimshaw 1994 konzipierten igus Fabrikcampus. Im Innenraum des Nachbaus sind einige Meilensteine der Firmen-Historie zu sehen, so zum Beispiel die erste Spritzgussmaschine. Das Gesamtportfolio umfasst inzwischen 200.000 Teile ab Lager und reicht von online berechenbaren Energiekettensystemen über 3D-gedruckte Sonderteile bis hin zu Roboterkomponenten für den günstigen Einstieg in die Automatisierung. Mit dem Fabrikneubau soll diese Entwicklung in Zukunft weiter vorangetrieben werden. Ein Projekt, das der architekturbegeisterte Günter Blase und seine Frau Margret bis heute aktiv mitbegleiten.