Maschinen- und Kleinanlagenbau

Rowa automatisiert das Mühlviertel

Rowa Automation aus dem Bezirk Rohrbach in Oberösterreich versteht sich als Maschinen- und Kleinanlagenbauer der neuen Generation.

Digitale Zwillinge lohnen sich auch für Kleinanlagen, ist Rowa-Geschäftsführer Hermann Wallner überzeugt.

Während Anlagenbauer oftmals von der konstruktiven Seite an Aufträge herangehen, hat Rowa einen anderen Zugang: „Wir kommen von der Software- und Programmierseite, da sind wir extrem stark“, erklärt Hermann Wallner, Geschäftsführer von Rowa Automation.

Digitale Zwillinge lohnen sich auch bei Kleinanlagen

Vor allem in Bezug auf digitale Zwillinge und die virtuelle Inbetriebnahme sieht Hermann Wallner großes Potential – speziell auch für Kleinanlagen: „Früher hat man gedacht, dass sich diese Technologien nur für Großanlagen ab 30 Robotern rentieren, beispielsweise im Bereich der Automobilindustrie. Ich bin der Meinung, dass das mittlerweile für alle Anlagen Sinn macht“, so Wallner. Denn seine Kunden – oftmals Kleinunternehmen - wollen mit ihren Anlagen vermehrt nicht mehr nur ein, sondern mehrere Produkte produzieren. Durch den Einsatz eines digitalen Zwillings kann bei laufendem Betrieb geprüft werden, ob bzw. wie sich neue Anwendungen in bestehende Anlagen integrieren lassen, während diese unbehelligt weiter produzieren. „Dadurch ist man logischerweise kostengünstiger und schneller unterwegs – und kann komplette Anlagen in der virtuellen Welt fertigstellen und komplett durchtesten“, erklärt Wallner.

Aus dem Mühlviertel für das Mühlviertel

Rowa Automation hat sich auf das Mühlviertel spezialisiert. „Bei uns im Umkreis von 50 – 100 Kilometer tut sich sehr viel, zum Beispiel bei Biohort, Internorm, ÖkoFen. Teils verdoppeln sich dort die Produktionszahlen. Daher müssen sie automatisieren, weil sie die Produktion so nicht mehr umsetzen können und die benötigten Mitarbeiter in den nächsten Jahren gar nicht bekommen werden. Das geht bei uns im Bezirk Rohrbach eigentlich allen Unternehmen so – was uns aber ehrlich gesagt komplett in die Karten spielt“, freut sich Wallner. 

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Fachkräftemangel? Nicht bei Rowa

Der oberösterreichische Automatisierer hat zudem sein eigenes Rezept gegen den berüchtigten Fachkräftemangel gefunden: „Wir bilden uns das Personal in diesem Bereich selbst aus, die machen bei uns eine Lehre. Letztes Jahr haben wir unseren ersten Roboterprogrammmierlehrling aufgenommen, heuer bekommen wir den zweiten“, erzählt der Geschäftsführer und fährt fort: „Offiziell machen sie eine Lehre zum Mechatroniker, die Lehre zum Roboter-Programmierer gibt es ja offiziell noch gar nicht.“ Die Ausbildung besteht aus zwei Jahren allgemeiner Mechatronik, eineinhalb Jahren Automatisierungstechnik und einem halben Jahr Robotik. „Wir posaunen es aber trotzdem gerne als erster Roboterprogrammmierlehrling in Österreich aus“, grinst Wallner. „Einfach, weil sie diese Ausbildung machen: Am Ende des Tages beherrschen sie drei verschiedene Roboter und haben die Thematik rund um den Digitalen Zwilling intus.“ Gut so, denn auf das Unternehmen kommen laut Wallner jede Menge Aufträge zu: „Und die sind auch aus unserer Region, das freut uns natürlich sehr.“