Polyplastics

Neue Prüfmethode zur Überwachung der Gasbildung beim Spritzgießen

Polyplastics hat ein Prüfverfahren entwickelt, das die Gasbildung während des Spritzgießprozesses überwacht und hilft, Ablagerungen an den Formen zu reduzieren. Die Gas Investigation Method in Injection Molding (GIMIM) soll das kontinuierliche Spritzgießen erleichtern und die Effizienz bei der Produktion verbessern.

Mess- und Prüftechnik Fertigung Polyplastics Prüfmethode Spritzgießen

Während des Spritzgießprozesses können durch ungünstige Bedingungen (wie etwa hohe Temperatur und hohe Geschwindigkeit) und durch den Verfall von Kunststoffadditiven große Mengen an Zerfallgasen freigesetzt werden. Ablagerungen in der Form, Gasverbrennungen und unvollständige Formfüllung, die durch Pyrolysegas verursacht werden, können zu Qualitätsproblemen wie Abweichungen der Abmessungen und fehlerhaftes Erscheinungsbild der Produkte führen. Die Folge ist ein höherer Ausschuss. Besonders bei den heutigen sehr anspruchsvollen Anwendungen, wie der Elektrifizierung und Automatisierung von Fahrzeugen, ist die Aufrechterhaltung hocheffizienter Produktionsabläufe wichtig.

Innovative Methode

Die firmeneigene Methode von Polyplastics erfasst die beim Spritzgießen entstehenden Gase, wertet sie aus und identifiziert den Grund, warum sich das Pyrolysegas beim Spritzgießen bildet. Die innovative, proprietäre Methode fängt die Gase in der Form ein, analysiert mit Hilfe eines Gaschromatographie-Massenspektrometers (GC/MS) qualitativ und quantitativ deren Zusammensetzung, identifiziert die entstehenden Gase und liefert grundlegende Erkenntnisse über die Quellen der Gasbildung.

So funktioniert GIMIM

Das System ist einfach: Es enthält Gasfänger in den drei Stufen Plastifizierung, Dosierung und Injektion und fängt die Gase, die sich im jeweiligen Teil des Prozesses bilden, ein. GIMIM zeigt die tatsächlichen Umstände während des Spritzgießens, denn die Gase, die sich während des Spritzgießens bilden, werden direkt abgefangen und analysiert. 

White Paper zum Thema

Dadurch ermöglicht GIMIM die Messung von hochmolekularen Substanzen, die Ablagerungen in den Formen verursachen können. Da diese Methode direkt die Gase analysiert, die sich während der Formfüllung im Inneren der Form bilden, liefert sie nach Ansicht des Unternehmens Ergebnisse, die den realen Bedingungen am nächsten kommen. In weiteren Forschungsarbeiten plant Polyplastics, andere Probleme zu untersuchen, die durch Pyrolysegas verursacht werden, wie unvollständige Füllung und Gasverbrennungsdefekte sowie Ablagerungen an der Form.