Machine Learning

Industrie 4.0 made in Austria

Ein österreichisches Konsortium will in drei Jahren die optimale Materialversorgung in den Fabriken gewährleisten - mit einem neu entwickelten selbstlernenden System.

Bis März 2021 läuft das Forschungsprojekt Sempre, das nahmhafte österreichische Unternehmen und Forschungsinstitute zu einem ehrgeizigen Ziel versammelt: Ziel ist es, unter der Leitung von Fraunhofer Austria eine Methode zur Prognose schwer planbarer kapazitiver Aufwände in komplexen Produktionssystemen zu entwickeln. Dabei setzen die Partner auf künstliche Intelligenz und selbstlernende Systeme - ein Vorhaben, das dem BMVIT und der FFG eine sechsstellige Fördersumme wert ist.

Entlang der Lieferkette wird immer mehr Flexibilität gefordert: Kurze Reaktionszeiten, kleine Losgrößen und hohe Variantenvielfalt stellen völlig neue Anforderungen an die Kapazitätsplanung. Die bisher bekannten Methoden stützen sich auf Vergangenheitsdaten und auf die Erfahrung der Mitarbeiter. Sie werden den Anforderungen der kommenden Industrie 4.0 nicht mehr gerecht. In der Praxis bedeutet das, dass Materialengpässe zu Verzögerungen oder gar Produktionsstillständen führen können. Dem soll, so die Überzeugung des Konsortiums, mit künstlicher Intelligenz beigekommen werden.

"Der Einsatz von KI in der produktionslogistischen Kapazitätsplanung ermöglicht nicht nur die Analyse bestehender Daten über neuronale Netzwerke, sondern auch die Entwicklung von Prognosemodellen zur Abschätzung des zukünftigen Bedarfs", so die beiden Projektleiter Philip Ramprecht und Rainer Pascher von Fraunhofer Austria. Die Projektpartner sind Siemens Österreich, ZKW und das Institut für Logic and Computation der TU Wien.