Integration

Implementierung von Profinet mit TSN-Zertifizierung

Auf der Hannover Messe kündigte die Profibus-Nutzerorganisation die Veröffentlichung der ersten PROFINET-Spezifikation mit TSN-Funktionen an. Das Konzept steht bereits fest.

Die internationale Nutzerorganisation von Profibus & Profinet "PI" arbeitet seit einiger Zeit an der Integration von TSN in Profinet. Anlässlich der Hannover Messe Anfang April kündigte die Organisation die Veröffentlichung der ersten Version der Profinet-Spezifikation mit integrierten TSN-Funktionen an, die in Kürze erfolgen soll. Das Konzept dafür und der erste Implementierungsschritt war Thema in Hannover. 

Mit der auf der SPS 2018 der Öffentlichkeit vorgestellten Multivendor-Implementierung konnte bereits die Praxistauglichkeit der Lösung demonstriert werden. Damit aber auch die Produkte von Beginn an ein hohes Maß an Interoperabilität haben werden, wurden bereits die notwendigen Arbeiten für die Etablierung der Zertifizierung gestartet.

Die frühzeitig gestartete Erstellung von Testcases und eine Umsetzung parallel zur Spezifikation ermöglichen nicht nur einen entsprechenden frühen Start von Tests bei der Verfügbarkeit von Produkten. Sie sind vielmehr auch hilfreich und notwendig für den Check der Vollständigkeit, Eindeutigkeit und Testbarkeit der Spezifikation an sich.

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Zertifizierungstests sind unerlässlich für die Sicherstellung der Interoperabilität und Qualität der Produkte. Deswegen hat PI in den letzten Jahren viel Arbeit für die Erstellung von umfänglichen und automatisch ablaufenden Tests von Profinet gesteckt. Dieses bereits bewährte Testsystem ist Grundlage für die Erweiterung von TSN-Tests. Wegen der Echtzeitanforderungen von TSN sind nun die entsprechenden Routinen in ein frei verfügbares TSN-Entwicklerboard mit einem Echtzeitbetriebssystem ausgelagert. Das zugehörige Testprogramm auf einem Standard-PC steuert den Ablauf der Skripte und wertet die Ergebnisse aus.