Pilz

Eine Chance in der Krise?

Ein schwieriges Geschäftsjahr mit Umsatzrückgängen und rückläufiger Nachfrage liegt hinter Pilz: Worin das Unternehmen jetzt seine Chancen sieht.

Die Pilz Unternehmensgruppe blickt auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2019 zurück: Vor dem Hintergrund der schwachen Weltwirtschaft und einem Cyberangriff im Herbst verbucht das Unternehmen für 2019 einen Umsatz von 322,5 Mio. Euro und damit im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 6,5 Prozent. Damit verzeichnet Pilz erstmals seit 2009 keinen Zuwachs. Dennoch konnte das Unternehmen die Zahl der Mitarbeiter konstant halten. Die Zahl ist sogar leicht gestiegen: weltweit von 2.515 auf 2.544.

"Der Umsatzrückgang war nicht zu verhindern", erklärt Susanne Kunschert, geschäftsführende Gesellschafterin von Pilz. Die Krise will man durch flexibles Handeln und Stabilität in den Unternehmenswerten bewältigen, so Kunscherts Blick in die Zukunft. Wachstumschancen sieht die Tochter des Firmengründers vor allem außerhalb des Heimmarktes Deutschland: Der weiter gestiegene Exportanteil von 74,3 Prozent (+1,3 Prozentpunkte) verdeutlicht, dass hier Potenzial liegt. 

„Der Cyberangriff hatte uns unvermittelt getroffen und der Wiederaufbau ist noch nicht komplett abgeschlossen. Dennoch hatte die Attacke auch ihr Gutes: Mit den gemachten Erfahrungen und neuen digitalen Werkzeugen können wir auch die Corona-Krise gut meistern. Wir sind krisenerprobt“, erklärt Kunschert.

White Paper zum Thema

Ausdruck der Flexibilität von Pilz ist auch die Fertigung wiederverwendbarer Alltagsmasken zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Corona-Pandemie. Pilz stellt die MundNasen-Maske seit April für den Eigenbedarf her, und ist inzwischen in der Lage, auch Kunden zu beliefern. Der rückläufigen Nachfrage begegnet Pilz nicht nur durch Investitionsstopps, Kosteneinsparungen und Kurzarbeit am Stammsitz in Ostfildern. Das Unternehmen ist Lieferant von Unternehmen in systemrelevanten Branchen. Auch nutzt Pilz den Digitalisierungsschub in seinem Dienstleistungsangebot im Bereich KundenSchulungen.

In der Prognose für 2020 ist Pilz zurückhaltend: "Sicher wird sich die allgemeine wirtschaftliche Lage in 2020 nicht stark verbessern. Viel hängt davon ab, wie sich die Wirtschaft in der Corona-Pandemie weiterentwickelt. Ich bin dennoch überzeugt, dass wir gemeinsam diese schweren Zeiten überstehen werden", so Susanne Kunschert.

Verwandte tecfindr-Einträge