Corona und kein Ende

Die nächste Absage: automatica findet heuer nicht statt

Für 2021 ist eine neues, hybrides Eventformat als "Messe vor der Messe" in Ausarbeitung, der dem regulären Messetermin vorangeschickt werden soll: Der Termin steht schon fest, das Angebot des digital verstärkten "Add-ons" noch nicht.

automatica Messe München VDMA Robotik + Automation Coronavirus Absage

Die für den 8.-11. Dezember 2020 geplante automatica findet nicht statt. Der Grund sind, so die Veranstalter, die sich wegen der Corona-Pandemie wieder verschärfenden Reisebeschränkungen. Diese Entscheidung hat die Messe München in Abstimmung mit dem VDMA Robotik + Automation sowie dem automatica-Fachbeirat getroffen. Denn es ist nicht nur die Reisesituation, die weder innerhalb noch außerhalb Europas Entspannung verspricht: Darüber hinaus haben auch viele Unternehmen und Konzerne interne Reiseverbote ausgesprochen. Deshalb befürchten die meisten Aussteller, dass nur wenige der ursprünglich erwarteten Besucher vor Ort sein werden, und zogen ihre Teilnahme an der automatica 2020 zurück. 

Einigkeit bei den Verantwortlichen

Falk Senger, Geschäftsführer Messe München, zu der Entscheidung: "Eine Messe lebt von ihren Teilnehmern. Doch zu viele unserer Aussteller und Besucher hätten wegen der Reisebeschränkungen nicht nach München kommen können. Deshalb mussten wir uns letztendlich für eine Absage der automatica 2020 entscheiden. Umso wichtiger ist jetzt der Blick nach vorn. Mit Nachdruck arbeiten wir an neuen Angeboten, um die Branche zusammen- und voranzubringen."

"Die ursprüngliche Entscheidung zur Verschiebung der automatica war richtig. Weil sich die äußeren Bedingungen zuletzt stark verschlechtert haben, ist eine Neubewertung der Lage jetzt aber unumgänglich. Wir sind froh, dass die Messe München flexibel reagiert hat und jetzt gemeinsam mit der Branche neue Wege geht", bekräftigt Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des VDMA Robotik + Automation.

White Paper zum Thema

„Bis zum Schluss haben wir die automatica hochgehalten. Doch das aktuelle Infektionsgeschehen macht eine erfolgreiche Weltleitmesse unmöglich und hätte ihrem Anspruch und Image geschadet. Deshalb gehen unsere Pläne jetzt in Richtung eines neuen Events im nächsten Sommer, um die Zeit zur automatica 2022 zu überbrücken – und so einen notwendigen, positiven Impuls für die Branche zu geben“, sagt Wilfried Eberhardt, Vorsitzender des automatica-Fachbeirats sowie Chief Marketing Officer der KUKA AG.

Neues Messeformat für den Sommer 2021 in Entwicklung

Nun entwickelt die Messe München gemeinsam mit Ausstellern ein neues, an die Rahmenbedingungen der Corona-Zeit angepasstes Präsenzformat mit digitalen Elementen. Das neue Event ist als kompakte "Messe vor der Messe" für den Frühsommer 2021 angedacht und soll ein Add-on zur automatica werden. Ausführliche Informationen dazu folgen zeitnah, so die Messe München.

Darüber hinaus erweitert die automatica ihr digitales Angebot und bietet damit zusätzliche Austauschmöglichkeiten und Orientierungswissen. So beleuchten in der neuen Online-Event-Reihe „Let’s talk by automatica“ regelmäßig hochkarätige Experten, Anbieter und Anwender aktuelle Fragestellungen und Trends rund um Robotik und Automation. Außerdem ist unter anderem geplant, wesentliche Bausteine des ursprünglich für die Dezember-Messe geplanten Rahmenprogramms virtuell anzubieten. Das gilt beispielsweise für das International Symposium on Robotics (ISR). Details hierzu folgen im Laufe den kommenden Wochen.