Öffnung der Produktion

Die Automatisierungspyramide hat ausgedient

Die Linzer Software-Schmiede Industrie Informatik sieht die herkömmliche OT am Ende - und hat die Konsequenzen gezogen.

Auf die Arbeit folgt die Welt: Bei einem großen Kundenevent stellte der Linzer Sofwarehersteller Industrie Informatik seine neue Plattform vor, die die Öffnung der Fertigung in Richtung digitaler Welt realisieren soll: Auf den seit Jahrzehnten bewährten Produktkern "cronetwork MES" folgt die Manufacturing Execution Plattform (MEP) "cronetworld". Diese lädt zur umfassenden Integration von Eigenentwicklungen und Fremdsoftware ein.

Neue Marke für Zukunftstechnologien

Diesen Schritt erklärt der Mitgründer und verantwortliche Produkstratege Thomas Krainz mit den massiven Änderungen durch die digitalisierte Produkion: "Die Automatisierungspyramide wie wir sie heute kennen, wird sich nach und nach auflösen. Monolythische Softwaresysteme werden flexiblen Anwendungen, Prozessen und Mikroservices weichen. Unser Ziel ist es, all diese Bausteine zu koordinieren", so Krainz. Dass man bei Industrie Informatik hier schon viel mehr als eine Vision im Köcher hat, zeigte dann der technische Geschäftsführer Bernhard Falkner in der Keynote des Events. Unter Applaus wurde der die neue Marke "cronetworld" aus der Taufe gehoben. Dahinter verbirgt sich eine Vielzahl von Produktinnovationen wie zum Beispiel eine neu entwickelte Manufacturing Execution Platform (MEP). Zukunftstechnologien, Anwendungen, aber auch kundenseitige Eigenentwicklungen und Fremdprogramme können dadurch mit geringem  Programmieraufwand vereint und orchestriert werden.

Best-of-Breed

"Wir haben uns schon vor längerer Zeit für den ‚Best-of-Breed‘-Ansatz in der künftigen Ausgestaltung unserer Produkte entschieden! Nicht alle Bausteine einer digitalen Fabrik müssen wir selber entwickeln und liefern", so Krainz weiter. Während man shopfloornahe Anwendungen nach wie vor in der eigenen Softwareschmiede produziert, setzt man bei Randanwendungen auf spezialisierte Partner und deren Know-how.

White Paper zum Thema

cronetwork bleibt und wird erweitert

Bernd Steinbrenner, kaufmännischer Geschäftsführer bei Industrie Informatik dazu: "Mit cronetworld bieten wir den Usern nicht nur Produkte, sondern ganze Lösungswege – und zwar alles ‚made‘ bzw. ‚powered by‘ Industrie Informatik." Besonders hervorgehoben wurde immer wieder die Tatsache, dass man damit  nicht die bestehende MES-Suite cronetwork ablösen werde, sondern diese vielmehr auch zukünftig um essentielle Module wie z.B. fertigungsbegleitender Qualitätssicherung erweitert. "Hier ist nach wie vor der Kern unserer Fertigungssoftware beheimatet – und das bleibt er auch. Weiters garantieren wir unseren durchwegs jungen Anwendern damit auch eine stabile Plattform, die auch in Zukunft releasesicher und modern die Aufgaben in der diskreten Fertigung im Standard abbilden kann. Mit cronetworld bieten wir unseren Usern darüber hinaus die Chance, die notwendigen Schritte in Richtung Individualisierung des Produkts, agiler Prozesstools und zeitnaher Integration  in der digitalen Fertigung zu gehen."

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