Routeco-Fachveranstaltung

"Call to Action" für Cyber-Security in der Automation

Wie mit geringen Mitteln viel an der Sicherheit in Produktion und Maschinenbau verbessert werden kann, zeigt eine Veranstaltung von Routeco am 25. September. Geschäftsführer Stefan Gottwald erklärt, was die Teilnehmer erwarten können.

Warum ist Cyber-Security ein Thema für Routeco?
Stefan Gottwald: Wir unterstützen als Specialized Distributor unsere Kunden seit Jahren auch durch konzeptuelle Arbeit und Beratung. Unser Hauptlieferant Rockwell Automation ist global einer der Vorreiter von Industrie 4.0 und treibt das Thema unter dem Namen „Connected Enterprise“ seit Jahren voran. Wir merken, dass der österreichische Markt darauf zunehmend anspricht, Daten aus Produktionsprozessen herauszuziehen, Maschinen zu vernetzen und darauf aufbauend
neue Geschäftsmodelle zu entwickeln oder Effizienzsteigerungen zu lukrieren. Durch die Vernetzung tauchen allerdings auch neue Risiken auf, die in der IT-Welt gang und gäbe sind. Wir wollen unseren Kunden und Interessenten zeigen, wie man dieser realen Bedrohung mit möglichst praxisnahen Mitteln und Aktivitäten begegnen kann, ohne die Herausforderungen der OT dabei außer Acht zu lassen.

Welche speziellen Herausforderungen stellt die Automatisierungsbranche an die sichere Vernetzung?
Gottwald: Unsere Erfahrung ist, dass OT (Operational Technology) und IT (Industrial Technology) noch immer stark voneinander getrennt sind. Im OT-Bereich geht es um höhere Verfügbarkeiten und schnellere Reaktionszeiten als im IT-Umfeld. Mit zunehmender Vernetzung des Maschinenbestands wird dieser neuen Gefahren aus der IT-Welt ausgesetzt. Hier geht es darum, die in der IT-Welt verfügbaren risikominimierenden Produkte und Maßnahmen so in der OT-Welt einzusetzen, dass der operative Betrieb nicht negativ beeinflusst wird. Dazu bedarf es Know-how aus beiden Bereichen. Dabei müssen bestehende und neue Produktionsanlagen sicher vernetzt werden, damit neue Möglichkeiten in unternehmerischen Erfolg umgewandelt werden können. Wir bieten dafür kompetente Beratung und Produkte an.

Welche konkreten Angebote entwickelt Routeco im Bereich Cyber-Security?
Gottwald: Die Veranstaltung am 25. September soll kein reines Security-Experten-Treffen sein, sondern vielmehr ein Überblick für die Teilnehmer, wie bereits mit geringen Mitteln viel an der Unternehmenssicherheit verbessert werden kann. Viele nutzen die bereits bestehenden Möglichkeiten noch nicht aus. Darüber wollen wir im ersten Schritt informieren. Im nächsten Schritt geht es darum, eine Security-Strategie zu formulieren, mit der zukünftige Investments nachhaltig abgesichert werden. Routeco bietet mithilfe seiner Partner aus dem IT- und OT-Bereich umfassende Lösungen zum Thema Cyber-Security an. Hier ist der Ausgangspunkt meistens eine Netzwerkanalyse, anhand der weitere Maßnahmen festgelegt werden. 

White Paper zum Thema

Routeco hat mit Rockwell, Cisco und Secomea namhafte Partner mit an Bord. Welche Leistungen stehen hier im Vordergrund? 
Gottwald: Das Produktportfolio unserer Partner zum Thema Cyber-Security ist riesig. Aber es gibt gerade bei Security keine Standardlösungen, wir betrachten bei jedem Kunden die aktuelle Situation und entwickeln sinnvolle Schritte auf Basis der genannten Standortbestimmung. Das reicht von Netzwerkstruktur über Komponenten, Segmentierungen, sichere Fernwartung bis hin zu Firewalls mit Deep-Package-Inspection. Produktseitig können wir bei unseren Lieferanten also für alle Notwendigkeiten unserer Kunden aus dem Vollen schöpfen!

Die Veranstaltung findet beim Biomassekessel-Hersteller ETA statt: Warum gerade dort?
Gottwald: Das Unternehmen hat über viele Jahre den Mitarbeiter in den Vordergrund gestellt und so eine herausragende Firmenkultur entwickelt. Nachdem der Mensch in Sicherheitsfragen immer ein relevanter Faktor ist, hat die Firma ETA damit die Grundlage für eine funktionierende Security Policy geschaffen. Wir geben hier die Gelegenheit für einen direkten Einblick mit einer 1-stündigen Betriebsbesichtigung für die Tagungsteilnehmer. Das wird keine Massenveranstaltung, sondern etwas sehr Exklusives für 50 bis maximal 70 Personen!

Was können die Besucher am 25. September erwarten?
Gottwald: In erster Linie sehr umsetzbare Erkenntnisse, um Produktionsanlagen sicherer zu wissen. Nicht nur mit der Betriebsbesichtigung, sondern auch mit den Fachvorträgen verfolgen wir einen Hands-on-Ansatz mit Praxisbeispielen. In den Pausen werden die Fachleute für konkrete Detailfragen zur Verfügung stehen, die in der großen Runde vielleicht keinen Platz finden. Es geht um mehr als nur ums Schaffen von Bewusstsein: Es ist, wenn Sie so wollen, ein „Call to
Action“ für die Verbesserung von Cyber-Security-Maßnahmen in der Industrie.