Coronaprävention

Autonome Bildverarbeitung für dichte Masken

Wie eine schnellere Lösung für ungewöhnliche Anforderungen in der Qualitätssicherung bereit gestellt werden kann.

Fehler an den mit Ultraschall geschweißten Masken, am metallischen Nasenbügel, am Firmen- und CE-Logo sowie an den verschweißten Bändern werden mit dem System von Inspekto erkannt.

Ein führender deutscher Hersteller von FFP2-Schutzmasken mit Sitz in Baden-Württemberg, die Univent Medical GmbH, setzt seit Kurzem das einzige am Markt verfügbare autonome Bildverarbeitungssystem INSPEKTO S70 für die Qualitätsprüfung von Mund-Nasen-Schutzmasken ein. Das System stellt sicher, dass die Masken den Spezifikationen entsprechen und die Fertigungslinie während der Produktion nicht beschädigt wird. Damit unterstützt Inspekto erstmals den Kampf gegen COVID-19 und stellt sicher, dass die rasch gestiegene Nachfrage nach dieser Schutzausrüstung auch bedient werden kann.

INSPEKTO S70 ist das erste eigenständige, sofort einsatzbare Bildverarbeitungssystem zur industriellen Qualitätssicherung. Im Gegensatz zu herkömmlichen Bildverarbeitungslösungen, die maßgeschneidert sind und einen komplexen, langen und zeitaufwändigen Integrationsprozess erfordern, ist INSPEKTO S70 ein vollständig konfiguriertes Gerät, das sofort einsatzbereit ist und nur die Integration in die Produktionslinie erfordert. Diese Eigenschaft macht das Produkt zur Lösung für Hersteller, die schnell eine zuverlässige Lösung für die Qualitätssicherung benötigen, ohne die Vorlaufzeiten herkömmlicher Bildverarbeitungsprojekte abwarten zu müssen. Deren Entwicklung und Integration kann ansonsten mehrere Wochen oder sogar Monate dauern.

Metallischer Nasenbügel als Knackpunkt

Bei der nun realisierten Qualitätsprüfung von FFP2-Schutzmasken bestand die Aufgabe für INSPEKTO S70 darin, Fehler an den mit Ultraschall geschweißten Masken, am metallischen Nasenbügel, am Firmen- und CE-Logo sowie an den verschweißten Bändern sicher zu erkennen. Die Inspektion des metallischen Nasenbügels ist dabei von entscheidender Bedeutung, da defekte Metallstreifen die Schneidemaschine in der Produktionslinie dauerhaft beschädigen könnten. „Eine manuelle Inspektion weist unweigerlich eine sehr hohe Fehlerrate auf, was bei der Produktion von kritischen Schutzausrüstungen wie Mund-Nasen-Schutzmasken nicht akzeptabel ist", betont Jürgen Eichinger, Betriebsleiter bei Univent Medicl: „Deshalb benötigten wir eine flexible Bildverarbeitungslösung, die schnell einzurichten und einfach zu bedienen ist."

White Paper zum Thema

„Wir sind sehr stolz darauf, Teil der Bemühungen zu sein, die enorme Nachfrage nach hochwertigen Schutzmasken in diesen turbulenten Zeiten zu befriedigen. Eines der Ziele von Inspekto ist es, allen kleinen und großen Herstellern solcher Schutzausrüstungen eine erstklassige automatisierte Lösung für ihre Qualitätssicherung zu ermöglichen“, erklärt Ofer Nir, CEO von Inspekto. „Wir haben früh erkannt, dass Hersteller eine flexible und kostengünstige Option zur Inspektion ihrer Produkte benötigen und dass dieser Bedarf irgendwann kritisch werden würde. Jetzt ist dieser Moment gekommen und wir haben eine hervorragende technische Lösung für diese Aufgabenstellung."

INSPEKTO S70 arbeitet nicht produktspezifisch, sondern lernt die Eigenschaften eines neuen Produkts autonom in etwa einer Stunde aus nur 20 Gutteilen und zeigt danach alle Anomalien während der Inspektion an. Aufgrund dessen kann das System sehr flexibel eingesetzt werden, um eine Vielzahl verschiedener Gegenstände zu inspizieren. Die Produktionslinie für die FFP2-Schutzmasken wurde erst nach Ausbruch der Pandemie vor wenigen Monaten realisiert. Mit INSPEKTO S70 war es sehr schnell möglich, die Eigenschaften von FFP2-Masken anzutrainieren. Bei künftigen Produktionswechseln sind diese Systeme jedoch in der Lage, auch völlig andere Produkte zu prüfen. INSPEKTO S70 könnte nach der derzeitigen Pandemie bald auch in der Produktion anderer medizinischer Geräte zur Qualitätssicherung zum Einsatz kommen.