Turck-Bilanz

Automatisierung gibt nach, Investition in IIoT

Turck erzielte rund drei Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr. Der Automatisierungsspezialist übernimmt Anteile des Asinco und investiert künftig in IIot: Wie die Unternehmen voneinander profitieren sollen.

Für 2019 prognostiziert Turck einen weltweiten Gruppenumsatz, der mit rund 640 Millionen Euro fast auf Vorjahresniveau liegt.

Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet Turck trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage in seinen Kernmärkten Maschinenbau und Automobilindustrie einen konsolidierten Gesamtumsatz, der mit rund 640 Millionen Euro nahezu auf Vorjahresniveau liegt. Das entspricht im Vergleich zum Ergebnis des Jahres 2018 von 660 Millionen Euro einem leichten Rückgang von rund drei Prozent. Die Zahl der Mitarbeiter an allen Turck-Standorten weltweit liegt nahezu unverändert bei 4650. An den vier deutschen Standorten in Mülheim an der Ruhr, Halver, Beierfeld und Detmold beschäftigt Turck rund 2170 Mitarbeiter.

„Nachdem Turck die letzten beiden Jahre jeweils mit einem hervorragenden zweistelligen Wachstum abschließen konnte, werden wir unsere gesteckten Ziele für 2019 nicht ganz erreichen können“, sagte Turck-Geschäftsführer Christian Wolf anlässlich der Jahrespressekonferenz in Mülheim an der Ruhr. „Trotz des allgemein schlechten Wirtschaftsumfelds in der Fabrikautomation konnten wir jedoch stärkere Verluste vermeiden und voraussichtlich fast das Ergebnis des letzten Jahres erzielen.“

„Wir haben auch in diesem Jahr wieder in die Unternehmensstrategie 2020+ investiert und unsere globale Supply Chain weiter optimiert. Mit einem neuen Produktionsstandort in Polen bedienen wir ab 2020 direkt den europäischen Markt und die Erweiterung unserer Produktion im chinesischen Tianjin steigert unsere Wettbewerbsfähigkeit in Asien“, ergänzt Wolf, der zugleich einen weiteren Schritt auf Turcks Weg zur „Digital Automation Company“ bekannt gab.

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© Turck

v.l.n.r.: Christian Wolf (Turck-GF), Mohieddine Jelali (Asinco-Gründer), Dirk Zander (Asinco) und Oliver Marks (Turck)

Turck sichert sich Anteile von Radarmesstechnik-Spezialisten

Die Turck-Gruppe hat sich mit einem Minderheitsanteil am Duisburger Spezialisten für Radarmesstechnik und Industrieautomation Asinco beteiligt. Damit sichert sich Turck nicht nur die F&E-Kompetenz zu messenden Radarsensoren, sondern auch das Know-how im Softwarebereich, das vor allem für künftige Projekte im Bereich Smart Sensors relevant ist. Neben der flexiblen Entwicklungs-Ressource profitiert Turck von den tiefgreifenden Kenntnissen der Asinco-Mitarbeiter in Regelungs- und Steuerungstechnik, KI und Firmware. Asinco wiederum profitiert von Turcks Hardware- und Branchen-Know-how sowie dem globalen Produktions-, Marketing- und Vertriebsnetzwerk.

„Im Zeichen von Industrie 4.0 wandelt sich Turck vom Produkt- zum Systemanbieter, sodass IT- und Software-Know-how zunehmend zu einer Schlüsselressource wird“, kommentiert Turck-Geschäftsführer Christian Wolf das Engagement. „Nach der Übernahme und erfolgreichen Integration unseres RFID-Turnkey-Lösungspartners Vilant Systems und dem Technology Buy-out der Cloud-Software vom IoT-Spezialisten Beck IPC, die heute Basis unserer Turck Cloud Solutions ist, sind wir nun den nächsten Schritt gegangen, der uns auf dem Weg zur Digital Automation Company voranbringen wird und uns bei den Veränderungen der Geschäftsmodellarchitektur unterstützt.“

2012 gegründet, beschäftift Asinco heute über 30 Mitarbeiter. Das Unternehmen konzipiert und vermarktet Regelungssysteme für Walzwerke und entwickelte Radarmesstechnologien zur Positionserkennung sowie zur Abstands- und Füllstandsmessung.

„Durch diese strategische Partnerschaft schaffen wir eine Symbiose zwischen intelligenter Sensorik, Software und Industrieprozessen. So können wir in Zukunft gemeinsam noch größere Mess- und Automatisierungslösungen anbieten“, ist Jelali, Gründer von Asinco, überzeugt.

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