Auszeichnung

ABB gewinnt Robotik-Award 2021 mit PixelPaint

Der Innovationspreis "Award for Innovation and Entrepreneurship in Robotics & Automation" (IERA) geht dieses Jahr an ABB mit PixelPaint. Die Technologie soll Fahrzeuglackierung effizienter und nachhaltiger gestalten. Hersteller können dadurch flexibler auf Kundenwünsche reagieren und zweifarbige und individuelle Designs in einem Durchgang aufgetragen, ohne dass dabei Lacknebel (Overspray) entsteht.

"Die Jury freut sich, die PixelPaint-Technologie von ABB mit dem 17. IERA Award auszuzeichnen", sagt der Juryvorsitzende Rob Ambrose. "Die innovative Lösung für die automatisierte Autolackierung verbindet mehr Flexibilität und Individualisierung mit besserer Umweltverträglichkeit.”

Farbe sparen

Beim Einsatz eines herkömmlichen Sprühkopfs gingen bisher 20 bis 30 Prozent des Lacks durch Overspray verloren. Der Tintenstrahlkopf von PixelPaint trägt dagegen 100 Prozent der Farbe auf die Fahrzeugoberfläche auf und verbessert damit die Umweltbilanz. Zudem steigert ABB dadurch die Effizienz bei der Autolackierung: Eine zweifarbige Lackierung mit individuellem Design war bisher zeit- und arbeitsintensiv. Das Fahrzeug musste vor jedem Lackauftrag abgeklebt werden und mindestens zweimal durch die Lackierstraße laufen. Das neue System kommt mit einem Durchlauf aus und beschleunigt die kundenspezifische Lackierung um etwa 50 Prozent. Zusätzlich entfällt die Anschaffung und Entsorgung des Abklebematerials.
„Auf dem hart umkämpften Automobilmarkt benötigen die Hersteller Lösungen für mehr Flexibilität, Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit bei den Kosten“, sagt Jörg Reger, Managing Director von ABB Robotics Auto OEM Business Line. „Gleichzeitig müssen sie hochwertige Lackierungen mit individualisierten Optionen liefern, um die steigende Nachfrage nach kundenspezifischen Designs zu erfüllen.“

Die Finalisten beim IERA-Award 2021 

„Ich gratuliere ABB zum IERA-Award 2021 - PixelPaint hat in einem starken Umfeld von Finalisten gewonnen“, sagt Milton Guerry, Präsident der International Federation of Robotics. „Alle vier Finalteilnehmer stehen für die Erfolgsgeschichte eines innovativen Produkts in der Robotik und Automation. Darin werden die heutigen Bedürfnisse der Hersteller mit einem hohen Maß an Benutzerfreundlichkeit vereint." Zu den Finalisten gehört das in Barcelona ansässige Unternehmen Infaimon, das der Jury seinen InPicker präsentierte - ein universelles Pick-and-Place-System für industrielle Anwendungen. Micropsi Industries aus Berlin nahm mit der Mirai-Software teil - ein KI-basiertes Steuerungssystem, das Industrierobotern den Umgang mit Varianzen in der Produktion ermöglicht. Und Mobile Industrial Robots aus Odense in Dänemark präsentierte den MiR250, einen benutzerfreundlichen mobilen Roboter, der die Materialflüsse in allen Branchen optimiert.

White Paper zum Thema

Über den IERA-Award

Der IERA Award würdigt die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie bei der Herstellung von Robotern und wird jährlich gemeinsam von der International Federation of Robotics (IFR) und der IEEE Robotics and Automation Society (IEEE/RAS), der weltweit größten technischen Fachorganisation, vergeben.

Über die IFR 

Die International Federation of Robotics ist das Sprachrohr der weltweiten Robotikindustrie. IFR vertritt nationale Roboterverbände, Bildungseinrichtungen sowie Roboterhersteller aus mehr als zwanzig Ländern. IFR wurde 1987 als nicht gewinnorientierte Organisation gegründet.