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ABB fürchtet Wucht der Coronakrise

ABB erwartet in den kommenden Monaten starke Belastungen durch die Folgen der Coronakrise. Auftragseingang und Umsatz dürften gegenüber dem Vorquartal in allen Geschäftsbereichen deutlich sinken.

ABB Coronavirus

Kurzarbeit und Stellenstreichungen sind bei ABB nicht mehr ausgeschlossen.

Die Nachfrage dürfte spürbar zurückgehen, sagte der neue Vorstandschef Björn Rosengren. Zum Jahresauftakt schlug sich ABB teils besser als erwartet - etwa beim Auftragseingang. Gleichwohl schrumpfte der Umsatz um 9 Prozent auf 6,2 Mrd. Dollar (5,7 Mrd. Euro) und der Nettogewinn um fast ein Drittel auf 376 Mio. Dollar. Die Jahresprognose hatte der seit Anfang März amtierende Rosengren bereits zuvor kassiert.

Keine Prognosen für Gesamtjahr

"ABB gibt derzeit keine Prognosen für das Gesamtjahr 2020 ab", bekräftigte der Konzern nun. Das Unternehmen gehe davon aus, dass das Ergebnis im zweiten Quartal erheblich beeinträchtigt werde. Auftragseingang und Umsatz dürften gegenüber dem Vorquartal in allen Geschäftsbereichen deutlich sinken. Schwierig ist etwa die Lage der Sparte Robotik & Fertigungsautomation, die mit der Flaute im Automobilsektor zu kämpfen hat. Auch im Bereich Öl und Gas schwächte sich die Nachfrage ab. Der Haus- und Gebäudesektor verlor an Schwung, weil Bauunternehmen aufgrund von Quarantänemaßnahmen zunehmend in ihrer Tätigkeit eingeschränkt gewesen seien.

Ergebnisse besser als erwartet

Im ersten Quartal konnte ABB die Bestellungen noch auf vergleichbarer Basis um ein Prozent steigern. Die Ergebnisse seien besser als erwartet, erklärten Experten der Deutschen Bank. Viele Analysten hatten mit einem Rückgang um rund sieben Prozent gerechnet. Positiv sei auch zu werten, dass ABB den Verkauf der Stromnetzsparte an Hitachi weiter bis Ende des zweiten Quartals abschließen und auch an dem Aktienrückkaufprogramm festhalten wolle, betonte Citi-Experte Martin Wilkie. Bis jetzt hat der Konzern mit weltweit rund 144.000 Beschäftigten keinen Stellenabbau in der Krise vorgenommen. Eine Garantie, dass das so bleibt, gibt Rosengren nicht. ABB müsse seine Kostenstruktur im Auge behalten, sagte der Schwede. Stellenstreichungen und Kurzarbeit seien nicht ausgeschlossen. (APA/Reuters)

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